Liberal sein oder liberal tun?

Heute Morgen eine kleine Fingerübung zu Wölfen, die Kreide gefressen haben. Ist ein bisschen frech, aber Ihr werdet mir verzeihen, meine lieben Freunde rechts der Mitte.

Zuerst brauchen wir für die Fingerübung die relative politische Position der Parteien: http://www.smartvote.ch/downloads/reports/BT_20110923_smartmap.pdf

Man sieht, Cadetg war vor genau einem Jahr leicht links-liberal.  Das liegt daran, dass er diejenigen, die es nötig haben, unterstützen will und dass er aus der heutigen Technologie der Kernkraftwerke aussteigen will. In der Gemeindepolitik liegt er wohl etwas mehr rechts, radikaler, weil das Schiffchen sich nach links gelegt hat.

Man sieht aber auch, dass die hier grün dargestellten Politiker wesentlich konservativer sind. Im aktuellen Wahlkampf geben sie sich aber libertär, will heissen ganz oben in dieser Grafik. Was wohl der zukünftige Regierungsratskandidat Blank dazu sagen würde? Was wohl die Basis dazu sagt?

Wenn liberal überhaupt ein Kriterium fürs Wählen ist, dann doch sicher lieber das gesprächsbereite Original statt die kreidefressenden Wölfe, nicht?

Verzeiht mir, liebe Freunde rechts der Mitte, in der Sachpolitik und auf persönlicher Ebene finden wir uns ja jeweils recht leicht. Aber diese Argumentationsfigur? Nach den Wahlen würde es mich freuen, wenn die wirklich Liberalen bei uns anklopfen, denn der Freisinn tut dieser Stadt gut.

3 Gedanken zu „Liberal sein oder liberal tun?“

  1. Wahlkampf: Hochkonjunktur der edlen Motive oder jede/r versucht „liberal“ zu sein! Sobald die Wahlen vorbei sind, vergessen… Vieles ist aber Etikettenschwindel, wie z. Bsp. Grünliberalen! Und lieber Leonhard, als liberaler darf und soll man doch frech sein ;). liebe Grüsse dani

  2. Es gibt keine Partei in Biel bzw Exponenten von Parteien, welche für sich in Anspruch nehmen können „libertär“ zu sein, ausser der SVP. Wer die Führungscrew der Bieler SVP kennt, weiss auch, dass dies kein wahltaktisches Manöver ist, sondern Überzeugung. Dass die SVP Biel sich diesbezüglich von anderen SVP Sektionen unterscheidet, ist ein offenes Geheimnis. Deshalb hinkt der Vergleich. Aber wir können diese Thematik ruhig mal parteiübergreifend diskutieren.

    1. Ich schlage vor, wir füllen das smartvote für die Grossratswahlen in eineinhalb Jahren aus und schauen dann noch einmal hin. Denn was du hier schreibst, Mathias, heisst ja nichts anderes, als dass ihr ein Rebranding durchgeführt habt. Sozusagen den grünen Fleck auf den blauen gelegt. Was mir übrigens die Interpretation erleichtert, warum ich mit deinen politischen Äusserungen so gut klar komme. Eigentlich hätte ich dich gern in meiner Mannschaft, auch wenn du wahrscheinlich ein schwer zu integrierender Spieler wärest. Was wäre die Ablöse? 😉

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