Setzt den Hut ab! Wer trinkt schon eau gazeuse?

Eine kurze Sitzung, allerdings künstlich verlängert. Das späte Budget wird uns später im Jahr die Geschäfte bringen, die wir jetzt nicht behandeln…

Die erste Sitzung von Daniel Suter. Ich wünsche ihm, nicht ganz uneigennützig, viel Erfolg! Aber dieser Erfolg ist ihm, zumindest was die immer präsente Kappe des Grünen angeht, nicht gewährt. Das ist leider ziemlich peinlich…

Sanierung Sahligut-Schulhaus. Warum wir nicht gleich ganz sanieren und dabei nur das Wichtigste erneuern, das verstehe ich nicht. Bis das Haus eine bessere Wärmedämmung bekommt, werden noch Tonnen und Tonnen Kohlendioxid in die Luft gelassen und Geld für die Energie verbrannt. Na ja, ich muss nicht alles begreifen und auch nicht immer ans Rednerpult, wenn ich nicht begreifen kann.

In den letzten Tagen ist ein Entwurf eines Vorstosses zu den zweisprachigen Klassen (Filière bilingue) entstanden, der immer näher ans Problem der Restklassen – kein Problem der ganzen Zahlen, sondern ein real existierenden Integrationsproblem – kommt und je länger je sanfter wird. Wir sind noch nicht so weit, aber im Juni wird er eingereicht.

Das Postulat von Martin Rüfenacht für die Nutzung der ungenutzten Fläche am Eingang des Taubenlochs für Parkplätze wird überwiesen. Er hat in einen wahren Urwald von Abhängigkeiten und rechtlichen Einschränkungen hineinpostuliert. Ganze drei Gemeinderät/innen äussern sich. Er hat etwas Gutes ausgelöst, auch wenn die Grünen uns wieder alles verbieten möchten…

Die Stellungnahme des Gemeinderates zum Vorstoss „Mietzinsreduktionen erwirken“ enthält eine Risikoanalyse, die für uns schwach und falsch ist. Der Mieter hat einen gesetzlichen Anspruch auf die Mietzinsreduktion. Es erstaunt, dass das Wissen in der Verwaltung nicht vorhanden ist, wo doch die Hilfe dazu vielfältig öffentlich ist. Auch missbräuchliche Kündigungen können kein Grund sein. Cadetg meint dann, Stellen schaffen sei völlig falsch, für eine so einfache Sache. In ein Postulat kann man es umwandeln, die Stellen werden wir nicht schaffen, die braucht es nicht dafür, dass dieser Vorstoss Wirkung hat.

Dann wollen die Grünen verbieten, dass wir Mineralwasser trinken. Das würden sie gerne durch den Beitritt zu einer Organisation erreichen. Der Redner erklärt uns die weltweiten Zusammenhänge, die Herausforderungen und die moralischen Zweifelhaftigkeiten. Zwei Dinge stören mich hier besonders: Erstens muss der Mensch so weit wie möglich frei entscheiden können, was er zu tun hat. Überzeugen statt verbieten! Zweitens ist es einfach nicht Sache des Gemeinwesens, ideellen Organisationen am Leben zu erhalten. Unterstützt das privat, aber zwingt uns nicht dazu!

Folgen einige Scharmützel zu Abstimmungen, die den Rat nicht berühren müssten und zu den Einbürgerungen. Alles ebenso folgenlos wie unnötig, weil die lokalen Medien durch weitgehende Abwesenheit glänzen. Aber der Rat hat immer Recht und die Parlamentarier/innen dürfen tun und lassen, was sie wollen. In diesem Sinne: Danke fürs Zuhören und gute Nacht!

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