„Es ist Zeit für Taten“

In der Bieler Sozialdirektion muss gehandelt werden, Regionalredaktorin Jacqueline Lipp sagt es heute im Bieler Tagblatt deutlich. Was heisst das aber für uns Stadträtinnen und Stadträte? Schlussstrich ziehen, nach vorn blicken und nicht vergessen: genau hinschauen.

Das ist bekannt: „In der Abteilung Soziales ist in letzter Zeit viel schief gelaufen. Zu lange hat die Politik zugewartet, zu lange hat sie die Laissez-Faire-Mentalität gebilligt. Jährlich werden 100 Millionen Franken für die Sozialhilfe ausgegeben. Die Stadt ist es ihren Steuerzahlern schuldig, mit diesem Geld verantwortungsvoll umzugehen.“ (Kommentar Jacqueline Lipp im Bieler Tagblatt vom 27.01.15)

Die Analyse ist jetzt vollständig. Wir wissen, was es zu tun gibt. Und wir wissen, dass wir dies mit dem Gemeinderat tun müssen, der gewählt ist. Also gilt es jetzt, den Blick in die Zukunft zu richten und den Sozialdirektor zu unterstützen. Wir haben keine andere Wahl.

Das soll nach den Tiraden so einfach gehen? Ändere ich über Nacht einfach meine Meinung? Gilt alles Geschriebene und Gesagte nicht mehr? Doch, es gilt und ich stehe dazu. Es war richtig, den Wählerinnen und Wählern zu zeigen, dass sie nicht das gewählt haben, was ihnen versprochen wurde. Aber jetzt muss es uns um das Wohl der Stadt gehen, nicht um die Person. Was über den Sozialdirektor gesagt werden musste, ist gesagt. Im nächsten Wahlkampf ist die ganze Legislatur zu beurteilen, da holen wir die Angelegenheit wieder ans Licht. Bis da müssen wir jetzt den Wandel unterstützen. Vielleicht nicht wieder mit mehr Geld, wie die Regionalredaktorin in ihrem Kommentar dann noch fordert. Sondern mit besserem Management in der Sozialdirektion. Mit andern Prioritäten bei gleichen Mitteln, mit besserer Organisation, mit wirksamer Unterstützung der Front und mit effektiver Kontrolle.

Kontrolle auch im Stadtrat gegenüber dem Gemeinderat: Schon im Geschäftsbericht über das Jahr 2015 wollen wir sehen, was warum verändert wurde und wie die erhoffte Wirkung überprüft wird. Wir wollen Anträge des Sozialdirektors im Gemeinderat. Wir wollen Massnahmen ergreifen und unterstützen. Für ein einfaches Ziel: Endlich eine tiefere Sozialhilfequote, endlich nicht mehr das Armenhaus der Schweiz sein.

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