Auftakt zur Bieler Steuerdebatte gelungen

Zu Beginn der heutigen Sitzung hat der Bieler Stadtrat die erste kleine Prüfung am Eingang der Haushaltsanierungsdebatte bestanden: Er hat die Klassengrössen nicht gesenkt, wie die Ratslinke wollte.

Was die Schülerinnen und Schüler angeht, so hängt ihr individueller Erfolg in unseren Verhältnissen nicht von der Klassengrösse ab. Hingegen muss die Stadt auch die Perspektive der Lehrerinnen und Lehrer einnehmen: Grosse Klassen senken die Attraktivität der Bieler Schulen für gute Lehrkräfte. Auch wenn eine Stelle gerade an einer Bieler Schule andere Vorteile und interessanten Herausforderungen hat, dürfen wir den Bogen nicht überspannen. Für mich liegt die Grenze bei den Richtlinien des Kantons für die Klassengrösse.

Der Bieler Bildungsdirektor stellt richtigerweise fest, dass wir Mittel zur Verfügung haben. Es geht darum, wie wir sie einsetzen, in ihrer Begrenztheit.

Da gab es dann noch die Voten von links, die die Last der Integration in der Schule beklagten. Es sei viel schwieriger geworden, seit die Kleinklassen aufgehoben worden sind. Die Frage dazu habe ich schon dem Vorgänger des heutigen Schuldirektors gestellt: Wer hat für denn im Grossen Rat für den Artikel 17 des Volksschulgesetzes gekämpft? Das lässt sich zum Glück nachlesen im Tagblatt des Grossen Rates der April-Session des Jahres 2001. (Quelle: Tagblatt des Grossen Rates, Aprilsession 2001, S. http://www.gr.be.ch/gr/de/index/sessionen/sessionen/tagblattarchiv_2000-2009/tagblaetter_2001.assetref/dam/documents/GR/Sessionen/de/tagblattarchiv/2001%20Tagblatt%20Aprilsession.pdf, 19.03.15, 19:25)

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