Arbeitsprogramme und vielfältige Beziehungen in der Sozialhilfebranche – schwer zu verstehen

Es war schon von Anfang an klar, dass dies nicht einfach werden würde: mehr Gerechtigkeit in der Verteilung der Fälle in der Region und mehr Effizienz in der Sozialhilfe schafft keiner von heute auf morgen, selbst wenn die Mehrheiten im Bieler Stadtrat greifbar wären.

Das System ist nämlich ganz und gar nicht einfach zu verstehen. Und es reagiert nervös, wenn es kritisch beobachtet wird. Ein kleines Beispiel? Hier: Seite 4 im Beobachter-Artikel Erwerbslosigkeit: Arbeiten 
um jeden Preis?.

Es prallen hier Welten aufeinander. Einfach gesagt: Auf der einen Seite ist die Überzeugung, Menschen müssten immer unterstützt werden, es müsse alles auf Freiwilligkeit basieren. Auf der andern die Sanktionierer, weniger ist mehr, jedem Mensch soll Respekt entgegengebracht und Verantwortung für sein Handeln abverlangt werden.

Dem Ganzen ist nicht schwarz-weiss beizukommen. Aber es braucht ein wenig mehr Strenge und Motivation, wie die Erweiterung der Sanktionsmöglichkeiten unter den SKOS-Richtlinien.

Auch die Sozialhilfebranche hat etwas mehr Strenge und Motivation verdient. An einer Ecke haben wir zu arbeiten begonnen. Durchaus mit Respekt vor den Leistungen, aber auch mit dem Anspruch, die Kosten zu reduzieren und die vielfältigen Beziehungen in der Sozialhilfebranche etwas zu vereinfachen.

Vereinfachen? Oh, da gibt es viele interessante Beispiele aus unserer Region, die in den nächsten Monaten die Medien fluten werden. Ich bevorzuge hingegen anstelle des Skandals die gemeinsame Arbeit – auch wenn der Eklat hie und da das letzte Mittel der Wahl sein wird.

Ah, noch etwas: Seit ich mich vor einem Monat intensiver eingeschaltet habe, nimmt das Gerede über mein Vorgehen und meine Person Formen an, die schwer zu tolerieren sind. Zu hoffen bleibt, dass die Beteiligten sich nicht allzu sehr gehen lassen. Obschon, so ein Prozess hat auch seine interessanten Seiten…