A5 – man darf sich freuen!

Es ist eine Freude, sich den fertigen Bau der A5 vorzustellen. Der Zugang zum See wird leicht, der Strandboden aufgewertet, die Zufahrt zum Bahnhof aus den umliegenden Orten direkt und ohne Belastung für unsere Quartiere. Die Nachbarn Biel und Nidau dürfen endlich weiter zusammenwachsen, die Bernstrasse verliert nämlich ihre Funktion als Riegel und als Burggraben. Wir werden über den Verkehr in der Stadt sprechen und dafür Sorge tragen, dass sie lebenswert ist. Die A5 in Biel muss fertiggestellt werden, sie schickt den Verkehr in den Untergrund.
Klar, der Bau ist eine Belastung, eine erhebliche Belastung. Das haben wir im Brüggmoos und auf dem Bözingenfeld ansatzweise gesehen. In der Stadt drin wird es noch schrecklicher. Aber es sind zehn Jahre für viele Jahrzehnte Entlastung und Leichtigkeit.
Was ist die Alternative? Doppelt so viele Fahrzeuge auf der Ländtestrasse, endloser Stau und viel Verlust für alle Beteiligten!
Die Trauerarbeit der Stadtwanderer und Anti-Auto-Lobbyisten ist nötig und verständlich. Es geht nicht ohne Opfer. Wir würden uns aber eines grossen und unentschuldbaren Verbrechens schuldig machen, wenn wir den zukünftigen Generationen eine solch verkorkste Verkehrssituation zurück liessen, wie sie sich nach der Fertigstellung des Ostastes präsentiert. Ich verstehe euch, dass ihr wandernd über die Eingriffe weint. Ich verstehe, dass ihr jedes Haus, jeden Baum und jedes Stück Wiese genau anschaut, das danach nicht mehr ist. Ich kann nachvollziehen, dass es für euch eine grässliche Vorstellung ist. Lasst eure Trauer hinter euch und schaut dahin, wo es gut sein wird. Und helft uns diese Last tragen, für diejenigen, die nach uns kommen und eine wettbewerbsfähige und schöne Stadt Biel haben sollen. Trauert, so lange ihr es nötig habt, aber lasst den Blick auf das Schöne zu, das sich aus dem Plan ergibt. Diesen Generationsegoismus müssen wir hinter uns lassen, den Blick hinter unser Opfer der Belastung durch die Baustelle weiten. Biel ist auch nicht Callenbachs Ökotopia, sondern eine reale Industriestadt im Hier und Jetzt, die nicht Ökofundamentalismus und traurigen Schmerz um die Vergangenheit sondern viel mehr Erreichbarkeit und Leichtigkeit nötig hat.
Dem Gemeinderat danke ich für den Mut, heute so deutlich Stellung bezogen zuhaben. Eure Unterstützung ist wichtig und ganz sicher nicht einfach,
Dass der Gemeinderat laviert und sicher nicht Stellung bezieht, das ist so traurig wie erwartbar. Ihm sei ein wenig mehr Mut gewünscht: Frauen und Männer, setzt euch ein für die Zukunft von Biel, dafür seid ihr im Amt!
Jetzt geht es in die Mitwirkung und die Planung der flankierenden Massnahmen. Da sind wir alle gefordert mitzuhelfen. Wie das geht, steht in der Antwort auf unsere Interpellation. Auf mich kann man zählen, denn ich freue mich auf die A5!

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